Engagements und Meinungen - 2026
Bildungspolitik der Zuger FDP im Konkreten: Qualität, Durchlässigkeit und starke Perspektiven
Peter Letter, Kantonsrat Oberägeri
Für die FDP ist Bildung ein zentraler Erfolgsfaktor für den Kanton Zug. Wir setzen uns für ein leistungsfähiges, durchlässiges und lebensnahes Bildungssystem ein. Gute Bildungspolitik bedeutet für uns: hohe Qualität auf allen Stufen, starke Lehrpersonen, faire Chancen für unterschiedliche Begabungen und Bildungswege sowie Investitionen dort, wo sie Wirkung entfalten. Entscheidend ist, dass Schulentwicklung auf klaren Daten, Lernerfolgen und praxistauglichen Lösungen beruht.
Konkret engagiert sich die FDP-Fraktion insbesondere dort, wo die Grundlagen gelegt werden: in der Volksschule und in der Berufsbildung. In der Volksschule wollen wir die Lehrpersonen stärken und die Unterrichtsqualität verbessern. Ein FDP-Postulat verlangt eine kritische Auslegeordnung zum Fremdsprachenunterricht auf Primarstufe und Sekundarstufe I, verbunden mit Massnahmen für bessere Lernerfolge. Gleichzeitig setzt sich die FDP für Bürokratieabbau, starke Grundkompetenzen und gute Rahmenbedingungen ein, damit sich Lehrpersonen auf ihren Kernauftrag konzentrieren können.
Ebenso wichtig ist für uns die Stärkung des dualen Bildungswegs. Die Berufsbildung ist für den Werk-, Dienstleistungs- und Wirtschaftsstandort Zug zentral. Mit Vorstössen zur Förderung attraktiver Lehrstellen in gewerblichen Berufen hat die FDP angestossen, wie Lehrbetriebe besser unterstützt und Verbundlösungen ausgebaut werden können. Ziel ist, die Attraktivität der Berufslehre zu erhöhen, KMUs zu entlasten und Jugendlichen vielfältige Karrierewege zu eröffnen.
Im Bereich Sekundarschule und Gymnasium setzt die FDP auf faire Übergänge und transparente Qualität. Wir wehrten uns gegen starre Gymi-Quoten mit Übertrittsprüfung. Stattdessen wollen wir förderorientierte Lösungen. Die Bildungskommission des Kantonsrates hat deshalb einen Gegenvorschlag zum Übertrittsverfahren erarbeitet: prüfungsfreier Übertritt, ergänzt durch kantonale Leistungstests in Deutsch und Mathematik. Das stärkt die Vergleichbarkeit und stützt das Lehrpersonenurteil.
Parallel dazu hat die FDP die Qualitätssicherung an den Zuger Gymnasien vorangetrieben. Mit einer Interpellation zum Studienerfolg von Zuger Maturandinnen und Maturanden sowie einem Postulat zur Qualitätssicherung verlangten wir mehr Transparenz, bessere Datennutzung und aussagekräftigere Vergleiche. Ebenso haben wir uns früh für zusätzliche Kurzzeitgymnasiums-Standorte eingesetzt. Das trägt dazu bei, die Sekundarstufe zu stärken und den Zugang zu Mittelschulen geografisch ausgewogener zu gestalten.
Schliesslich gehört für die FDP auch Forschung und Innovation zur Bildungspolitik. Mit einer Motion zur Förderung von Forschung und Entwicklung an der Fachhochschule Zentralschweiz will die FDP die Innovationskraft des Kantons gezielt stärken. Denn ein starker Bildungsstandort Zug braucht nicht nur gute Schulen, sondern auch leistungsfähige Hochschulen und praxisnahe Forschung.
Unser Anspruch ist klar: Zug soll auf allen Bildungsstufen stark bleiben – von der Volksschule über die Berufsbildung und Gymnasien bis zur Hochschule.