FDP.Die Liberalen Cham

Positionen

Die FDP.Die Liberalen Cham unterstützen die Anstrengungen der Gemeinde zur Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (kurz VFB). Es ist wichtig, dass in der Schweiz, welche bereits eine der weltweit höchsten Erwerbsquoten aufweist, Arbeitskräfte jeglicher Qualifikation in den Arbeitsprozess integriert werden. Die familienergänzende Betreuung (Kitas, Krippen) unddie schulergänzende Betreuung (Modulare Tagesschule) leisten einen entscheidenden Beitrag dazu.

Einerseits zeigt sich, dass der Staat durch die Unterstützung der familien- und schulergänzenden Betreuung in mittleren und insbesondere oberen Einkommensklassen in Form von erhöhten Steuereinnahmen eine Art „Bildungsdividende“ erhält (ein erwerbsfreundliches Steuersystem vorausgesetzt, was im Kanton Zug mehrheitlich gegeben ist,
auf Stufe Bund leider noch nicht). Andererseits zeigt sich, dass in unteren Einkommensklassen durch Erwerbstätigkeit die Abhängigkeit von staatlichen Unterstützungsmassnahmen gesenkt werden kann.

Ein noch fundamentaleres Prinzip ist das Postulat der Chancengleichheit. Alle Schülerinnen und Schüler sollen unabhängig von ihrer Herkunft und ihren Fähigkeiten die Möglichkeit haben, ihr schulisches Potential auszuschöpfen und so ihren Weg zu gehen. Neben der Betreuung ist aus Sicht der FDP.Die Liberalen die zeitliche Gestaltung des Schulunterrichts ein weiterer Hebel, um die VFB sowie gleichzeitig die Chancengleichheit in der Bildung zu fördern. Aus unserer Sicht gibt es in Cham derzeit Ansatzpunkte für die weitere Stärkung der VFB sowie der Chancengleichheit.

Die Ansatzpunkte und Fragen der FDP.Die Liberalen sind wie folgt:

Hausaufgaben
Vor dem Hintergrund der Chancengleichheit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss es möglich sein, dass die Schülerinnen und Schüler die Schule ohne die Unterstützung ihrer Eltern bewältigen. Die Erarbeitung von Stoff muss im Unterricht passieren. Was auch immer die Gründe sein mögen, verschiedenste Schilderungen aus dem Schweizer Schulalltag zeigen, dass dies offenbar nicht der Fall ist. Dies kann je nach Ausbildung und Zeitbudget der Eltern zu Ungerechtigkeiten im Schulalltag führen.


Wie stellen die Schulen Cham sicher, dass Kinder nach der Schule ihre Hausaufgaben ohne die Hilfe der Eltern bewältigen können und so die Chancengleichheit gewahrt bleibt?

Sind Optionen wie eine zusätzliche Lern- oder Übungsstunde am Nachmittag schon geprüft worden, um auch am Nachmittag eine blockähnliche Unterrichtsstruktur zu führen?


Abschaffung der Frühstunden
Die Schulen Cham kennen das Instrument der „Frühstunden“, bei denen die Schülerinnen und Schüler fix oder auf Abruf auf 7.30 Uhr in die Schule müssen. Einerseits sind „Frühstunden“ schwierig mit einer fixen Planung des Arbeitsalltags zu vereinbaren. Andererseits ist aus der Wissenschaft bekannt, dass die Lernfähigkeit von Kindern früh am Morgen eher bescheiden ist. Des Weiteren ist es im Winterhalbjahr um diese Uhrzeit jeweils noch dunkel. Für die VFB wäre es besser, wenn diese „Frühstunden“ auf den Nachmittag gelegt würden.


Wie stehen die Schulen Cham zur Abschaffung der Frühstunden für Kinder der Primarstufe, um so die Planbarkeit für berufstätige Eltern zu erleichtern?

Religionsunterricht

Der konfessionelle Religionsunterricht ist gemäss § 6 Abs. 3 der Verordnung zum Schulgesetz des Kantons Zug nicht Teil des Unterrichtspflichtpensums der Schülerinnen und Schüler. Es sind zwar immer mehr Kinder konfessionslos, der konfessionelle Religionsunterricht findet während der regulären Schulzeit statt. Es kann deshalb vorkommen, dass konfessionslose Schülerinnen und Schüler an einem Nachmittag schulfrei haben und ausserschulisch betreut werden müssen.

Inwiefern besteht die Möglichkeit, dass der konfessionelle Religionsunterricht an Randstunden oder in der Freizeit stattfinden kann?

LINK:

Unser Beitrag in der Zuger Woche vom 23.12.2020

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FDP bringt den 'LudoBus' ins Spiel

Die Motion der SP Cham, in der sie den Gemeinderat beauftragt, eine Ludothek in Cham einzurichten und zu betreiben erscheint uns als eine eher kurzsichtige Idee und regt uns an, weiter zu denken.

Bereits heute besuchen Chamer Familien, Kindergärten und Tagesschulen die Ludothek der Nachbarsgemeinden Hünenberg und Steinhausen. Mit der Frage, was eine weitere Ludothek in Cham für die Nachbarsgemeinden für Auswirkungen hat, setzte sich unser Präsident mit den Verantwortlichen in Verbindung. Für die Ludothek Steinhausen ist der "Chamer"- Anteil marginal, doch die Folgen sind für Hünenberg mit weitreichenden Konsequenzen um weitaus gravierender.

Mit dem Ziel «die Region Ennetsee zu stärken und zu vernetzen», beauftragen wir, den Gemeinderat in einem Antrag, Synergien mit den Nachbarsgemeinden zu prüfen.

Um dem Bedürfnis einer eigenen Ludothek Rechnung zu tragen, präsentierten wir an der Gemeindeversammlung einen kreativen Lösungsvorschlag.

Der LudoBus 

In unserer Vision könnte ein umgebauter Bus, analog ÖkiBus, dem Bedürfnis einer eigenen Chamer Ludothek Rechnung tragen.

Der LudoBus könnte von der Ludothek Hünenberg betrieben und von Cham unterstützt, gezielt die Schulhäuser in Cham, Hagendorn und Niederwil anfahren. Das wäre sowohl für Familien, Kindergärten und Tagesschulen vor Ort eine Bereicherung.

Ergänzend könnte ein Online-Tool zur Reservation von Spielsachen das Tagesgeschäft erleichtern. Reservierte Artikel würde von den Mitarbeitern der Ludothek in Hünenberg vorbereitet und mit dem LudoBus an die entsprechenden Standorte gebracht werden.

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Interpellation «Neustart Kanti Ennetsee»

Die dynamische Entwicklung der Region Ennetsee sowie das stetige Wachstum im Westen des Kantons Zug haben Auswirkungen auf die kantonale Planung der öffentlichen Schulen.

Der Chamer Souverän hat es am 10. Februar 2019 abgelehnt, im Gebiet Röhrliberg für einen vom Kanton Zug geplanten Kantonsschul-Standort Land umzuzonen. Damit sind sowohl der Kanton Zug als auch die Gemeinde bei der Planung für einen Kantonsschulstandort Ennetsee wieder auf „Feld eins“.

Die FDP.Die Liberalen Cham und die Mitunterzeichnenden sind nach wie vor davon überzeugt, dass Cham der ideale Standort für eine Kantonsschule im Ennetsee ist. Zudem erachten wir die in der Bevölkerung wahrgenommenen Gründe für eine Ablehnung nicht als unüberbrückbar. Mit einer internen „Fachgruppe Raumplanung“ hat die FDP Cham Alternativstandorte geprüft. Das in die Diskussion gebrachte Areal der Pavatex hat gemäss unseren Studien aufgrund der Lage, der Grundstücksgrösse, der Verfügbarkeit sowie der Starkstromleitung quer durch das Areal kaum das Potential für eine attraktive Kantonsschule.

Es bleibt realistischerweise also das Gebiet Röhrliberg. In diesem Areal haben wir verschiedene Varianten geprüft und schlussendlich eine aus unserer Sicht passende Lösung gefunden. Der neue Standort Röhrliberg bietet aus unserer Sicht ideale Voraussetzungen für einen grosszügigen «Neustart Kanti Ennetsee» mit raumplanerischen Vorzügen vom Bauen am Siedlungsrand.

Wichtig ist uns ein Projekt aufzuzeigen, bei dem die Kritikpunkte, die am 10. Februar 2019 zu einem „Nein“ an der Urne geführt haben, entkräftet werden können. Für den Neustart Kanti Ennetsee muss kein privates Land zusätzlich eingezont werden und die „grüne Lunge“ wird durch das Verschieben der Leichtathletik-Anlage an den Rand der Zone OeIB sogar langfristig gestärkt.

Die FDP.Die Liberalen Cham ist weiterhin überzeugt, dass eine Kantonsschule für die Region Ennetsee und speziell für die Gemeinde Cham ein wichtiger Schritt wäre. Die bürgerlichen Parteien SVP Cham, CVP Cham  sowie die GLP Cham teilen unsere Auffassung und unterstützen diese Interpellation.

Die FDP.Die Liberalen und die Mitunterzeichnenden stellen nun folgende Fragen an den Gemeinderat:

  1. Beurteilt der Gemeinderat den Lösungsansatz der bürgerlichen Parteien hinsichtlich Kantonsschule im Raum Ennetsee als realistische Grundlage für einen Neustart?
  2. Ist der Gemeinderat bereit, diesbezüglich Gespräche und Verhandlungen mit dem Kanton Zug aufzunehmen?
  3. Wie gedenkt der Gemeinderat die Entwicklungsmöglichkeiten für die lokalen Schul- und Sportanlagen zu sichern.
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Medienmitteilung

Cham, 31. Januar 2019

Aus Vernunft die Chance packen

CHAM – Der Vorstand der FDP Cham spricht sich klar für den Bildungsstandort Cham aus. Er empfiehlt der Chamer Bevölkerung, am 10. Februar mit einem doppelten Ja der Teiländerung des Zonenplans und dem Steuerverzicht zugunsten des Kantons zuzustimmen und so die weitere Planung der Kanti Ennetsee zu ermöglichen.

Der Vorstand ist erfreut, dass Cham die Chance hat, seinen Teil zum Bildungsstandort Zug beizutragen und per Saldo ein Steuerertrag von 4 Millionen Franken für die Gemeinde anfällt. Den Gegner wirft die FDP Cham vor, eine gute Vorlage ohne wirklich valable Alternativen und aus teilweise belegbar falschen Gründen zu bekämpfen. Die FDP ist überzeugt, dass das Chamer Stimmvolk am 10. Februar aus reiner Vernunft genug weitsichtig agiert, die Chance packt und seinen Beitrag zur moderaten Entwicklung des Kantons Zug leisten wird.

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Für die Legislatur 2019-2022 haben wir uns folgende Fokus-Themen gesetzt:

> Moderne Raumplanung

  • Weniger Stau, mehr Bewegungsfreiheit in Cham: Durch technologischen Fortschritt und das Aufbrechen von bestehenden Denkmustern in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
  • Besserer Anschluss an den überregionalen Verkehr
  • Qualitatives Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung bei einem schonungsvollen Umgang mit der Landschaft ermöglichen

> Lebenswertes Cham

  • Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des Engagements der Chamer
  • Fortschrittliche Entwicklungen wie die Digitalisierung oder neue Wohnformen nutzen, um die demographische Entwicklung (Stichwort: «Alter») erfolgreich zu begleiten
  • Pflege eines lebendigen kulturellen Angebots
  • Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch fortschrittliche Strukturen in Wirtschaft und Schule

> Wirtschaftsstandort Cham

  • Cham als dynamischer Wirtschafts- und Gewerbestandort mit überregionaler Ausstrahlung
  • Stärkung der Finanzkraft der Gemeinde durch weitere Ausschöpfung des wirtschaftlichen Potenzials
  • Verantwortungsvoller Umgang mit den Finanzen der Gemeinde
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